Textilfärberei

Das Färben von Textilien mit Naturmaterialien gehört zu den traditionellen Handwerkskünsten. Es gibt eine unbegrenzte Möglichkeit Wolle, Baumwolle und andere Fasern mit Naturfarbstoffen zu färben. Je höher der Anteil der im Farbsud enthaltenen Pflanzenteile ist, umso intensiver erscheinen die Farben. Zur Färberei von Stoffen sind diverse Töpfe aus Metall unerlässlich. Zinkbadewanne, Kupferkessel und ein Eisentopf ergeben bei selben Pflanzenmaterial unterschiedliche Farbtöne, weil sich beim Färben Metallsalze absondern. Wie die Färbung im Einzelfall ausfällt, ist von vielen Faktoren abhängig - es lädt in jedem Fall zum Ausprobieren und Experimentieren ein.


Färben von Baumwolle

Vor dem Färben die Faser im trockenen Zustand abwiegen und dann die 1 bis 4 fache Menge an trockenem Rohstoff nehmen und bei Bedarf zerkleinern. Sollte Ihre Wahl auf Wurzeln oder Hölzer fallen, empfehlen wir diese vorab über Nacht im Wasser einzuweichen. Das Pflanzengut in einen Baumwollbeutel geben, in einem großen Topf zum Sieden bringen und die Faser hinein legen. Die Hinzugabe von Alaun fördert eine bessere Aufnahme der Farbstoffe. Nach dem Färbevorgang den Stoff mit Wasser ausspülen. Bei manchen Pflanzen ist eine Fixierung der Farbe mit Essig möglich. Hier bitte unbedingt vorab eine kleine Probe durchführen, da es zu ph-Wertverschiebungen und damit verbundenen Farbveränderungen kommen kann.


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